Donnerstag, Dezember 22, 2005

Mit Scheisse Geld machen

Da kommt der Kollege gerade an mit einem Fax eines Bonner Rechtsanwalts, welches gestern abend hier eintrudelte.

Bekanntlicherweise steht ja die Fußball-WM vor der Tür und
"...anlässlich dieses Sportevents bieten sich wieder einmal vermehrt Möglichkeiten für effektive Werbekampagnen."
Hierunter stellt sich der Bonner Rechtsanwalt die Vermarktung der Wortmarke "WM-Baby" vor, die dem "Höchstbietenden" angeboten wird.

Weiter im schwachsinnigen Text:
"Das Ziel und die Idee sind denkbar einfach. Das erste Baby welches zu Beginn der WM, während des Endspiels o.ä. geboren wird erhält einen Preis, welcher seitens des Werbeträgers zur Verfügung gestellt wird. Die Details einer professionellen Vermarktung dieser Idee brauchen Ihnen hier nicht transparent gemacht zu werden, Sie sind Profis in diesem Bereich."
Wir schon, lieber Rechtsanwalt, aber ihr anscheinend nicht. Zum ersten wäre es professionell, seine Anschreiben vor dem Absenden auf korrekte Satzstellung und Interpunktion zu prüfen. Zum zweiten sollte man nicht das Wort "professionelle Vermarktung" in den Mund nehmen, wenn man mit solch einer Website das Thema publik machen und an den Mann bringen will.

Es gehört übrigens zu den Vorzügen des Internets, daß man darüber einen Dialog initiieren und führen kann. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, daß eine Dialogmöglichkeit gegeben ist. Die Angabe einer E-Mail-Adresse wäre da ganz hilfreich.