Freitag, August 05, 2005

Strafverteidiger


Mich würde wirklich brennend interessieren, was denn der Strafverteidiger ausgefressen hat, daß er in so einem kleinen Büroanhänger am Platz der Luftbrücke sein Büro betreiben muss. Noch interessanter wäre allerdings zu wissen, welche Werbewirkung er sich davon verspricht, einen Anhänger am Straßenrand zu platzieren? Schliesslich ist die Beauftragung eines Strafverteidigers kein Impulskauf wie z.B. einer Brotbackmaschine mit 100% Roggenfunktion. Oder ist einer von Euch schon morgens aufgewacht und dachte 'Hm, heute habe ich voll Lust auf einen Strafverteidiger, ich kauf mir heute mittag mal ein halbes Pfund davon.'

Auf seiner Website sehe ich gerade, daß er sein 'richtiges' Büro einen Aktendeckel- Steinwurf von hier am Herrmannplatz hat. Ich hoffe aber nur, daß er seine Plädoyers besser und fehlerfreier schreibt wie die Begrüßung auf seiner Website:
"Sehr geehrte Damen und Herren

in jeder Ihrer Angelegenheiten auf dem Gebiet des Strafrechtes darf ich Ihnen meine neue Kanzlei direkt am Hermannplatz schräg gegenüber Karstadt empfehlen. Sie finden mich sehr leicht. Wie immer bin ich auch gerne bereit, erste Auskünfte am Telefon zu erteilen oder besuche Sie zu Hause oder in Ihrer Firma. Selbsverständlich erstatte ich als Mitglied der Berliner Strafverteidiger e.V. Besuche in allen Haftanstalten und schreite bei Verhaftungen und Durchsuchungen auch Nachts und am Wochende ein. Denken Sie daran: Sobald Sie von der Möglichkeit eines gegen Sie gerichteten Verfahrens Kenntnis erlangen, schalten Sie einen Verteidiger ein.Es lohnt sich immer."
'Von der Möglichkeit Kenntnis erlangen...' muss ich mir merken. Das bau ich irgendwo in eine der kommenden Kundenpräsentationen ein. Das ist fast so gut wie 'Heranziehungsbescheid'.