Mittwoch, Mai 25, 2005

Studie: Zwei Drittel der Onliner nutzen digitale Musik

"Ein Großteil der europäischen Internet-Nutzer hat Erfahrung mit digitaler Musik. Die wichtigste Quelle für digitale Musik sind allerdings gerippte CDs und nicht das Internet.

Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Berlecon unter 4852 Onlinern hervor. Demnach nutzen 69 Prozent der Befragten ihren Computer und 40 Prozent MP3-Player zum Abspielen oder Speichern digitaler Musik. Die Umfrageergebnisse unterstreichen aber auch, dass Musik im Internet die Marketing-Aktivitäten von Musikern und ihren Labels hervorragend unterstützen kann: 64 Prozent derjenigen, die im Internet neue Musik entdeckt haben, kauften anschließend eine CD des Künstlers, 16 Prozent erwarben weitere digitale Musik des Interpreten.

Die Befragung zeigt weiter, dass die Nutzer bisher kaum über Nutzungsbeschränkungen und den Einsatz von DRM-Technologien in Online Music Stores informiert sind. Die Folge sind Verwirrung und Verärgerung, wenn technische Beschränkungen sie daran hindern, Musik auf CD zu brennen, zu tauschen oder auf unterschiedlichen Geräten zu hören. Der Report belegt, dass digitale Musik im Internet sehr zur Vermarktung neuer Musik geeignet ist."

Gerade bei eMarket gelesen. Letzterer Absatz verwundert nicht wirklich, so ist man es doch gewohnt, seine Musik - egal in welcher Darreichungsform sie bisher kam oder in Zukunft kommen wird - für sich zu nutzen in welcher Form auch immer. Daß die Qualität der Kopien dank digitaler Technik nun immer besser wird, kann nicht der Grund sein, restriktives Rechtemanagement zu forcieren. Und daß das Internet ein perfektes Verbreitungsmedium ist, wissen wir nicht erst seit Tim Renner und Motor FM. Aber die Majors müssen sich ja immer erst mit Händen und Füßen wehren, wenn Ihnen selber keine neuen Ideen zur Erweiterung oder Verlagerung Ihrer Wertschöpfungskette kommen.