Sonntag, April 24, 2005

Wahrheitsanspruch des Glaubens

"Das Festhalten am universalen Wahrheitsanspruch des Glaubens mag unbequem sein, ist aber zugleich die Voraussetzung dafür, mit einer klar konturierten Position den Dialog zu suchen. Gegenüber diversen Spielarten heutiger Rationalitätsskepsis hat Ratzinger nicht nur die Wahrheitsfähigkeit der menschlichen Vernunft immer betont, sondern auch mit Sorge eine gewisse Verabsolutierung der säkularen Vernunft diagnostiziert: «Wissenschaft wird pathologisch und lebensgefährlich, wo sie sich aus dem Zusammenhang der sittlichen Ordnung des Menschseins verabschiedet und nur noch autonom ihre eigenen Möglichkeiten als ihren einzig zulässigen Massstab anerkennt.»

Falls es hier noch Unklarheiten gab, wären diese jetzt geklärt, oder?

(Gelesen bei NZZ Online)