Mittwoch, Februar 09, 2005

Kompetenzgerangel Deutschland 06

Gerade las ich den Artikel bei Spiegel Online über die von der Bundesregierung beauftragte Imagekampagne zur Fußball-WM 2006.

Wie blauäugig muss man sein, wenn man drei Agenturen mit einer Kampagne beauftragt und sich dann wundert, wenns nicht funktioniert. Natürlich hat jede Agentur die Eitelkeit, die Lead Agency sein zu wollen. Das ist bekannt und kalkulierbar.
Für mich riecht es bisserl danach, daß sich wieder keiner der Auftraggeber festlegen wollte. Man könnte ja danach zur Rechenschaft für seine Entscheidung gezogen werden.

Also zieht man sich halbsteif aus der Affäre und beauftragt eine CDU-nahe Agentur (Scholz & Friends), eine Grünen-nahe Agentur (Zum goldenen Hirschen) und dann als neutrales Element noch ne dritte Agentur (Lowe). Und verballert dann ca. 32 Millionen Euro ins Nirvana, in der Hoffnung, es erzielt irgendeine Imagewirkung.

Darf ich mich an dieser Stelle als Bendenkenträger outen?